Namunyanja Resty

 

Resty ist die älteste Tochter meines Kollegen in der Carpentry Senyonga und jetzt 20 Jahre alt. Ihr Plan war es schon lange, nach dem Abschluss der Secondary School (etwa unser Abitur) eine Ausbildung zur Hebamme zu machen. Eine solche Ausbildung in einem guten Krankenhaus ist teuer und übersteigt die Möglichkeit der Familie weit. Resty ist 2015 im Herbst zu mir gekommen und hat mich gefragt, ob ich sie bei diesem Vorhaben unterstützen kann. Wir haben uns lange unterhalten und ich war beeindruckt von ihrer Zielstrebigkeit und Motivation in dieser Sache. Sie hat mir unter anderem erzählt, dass sie vorher ihre alte Tante in einem Dorf gepflegt hatte und in dieser Zeit ein kleines Ferkel für 30.000 Uganda Shilling (ca. 10 €)gekauft hat. Nach ein paar Monaten und guter Pflege konnte sie es für 220.000 Shilling wieder verkaufen. Dieses Geld ist für die Ausbildung bestimmt. Wenn man über die Unterstützung von jemanden nachdenkt, muss man sich auch immer fragen, ob diese „Investition“ sinnvoll ist, also ob derjenige, den man unterstützt die Voraussetzung und die Motivation besitzt, später etwas daraus zu machen. Wie bei keinem anderen der „kids“ bin ich mir bei Resty sicher, dass hier eine Hilfe sinnvoll ist. Ich habe dann nach dem Gespräch Familie und Freunde in Deutschland angesprochen und so viele Zusagen erhalten, dass davon mittlerweile alle fünf Semester bezahlt werden konnten. Resty hat mittlerweile ihre Ausbildung für Midwifery (als Hebammenschülerin) im renommierten St.Francis´Hospital Nsambya in Kampala abgeschlossen und wird in Kürze als Hebamme arbeiten.